Top 10 Fehler beim Webseiten-Relaunch
02 Feb 2015

Top 10 Fehler beim Webseiten-Relaunch

Kaum etwas ändert sich so schnell wie Trends im Internet. Eine Webseite, die gestern noch modern und frisch gestaltet war, kann morgen schon wieder altbacken und verstaubt wirken. Entscheidet man sich nicht nur für eine Auffrischung der Internetpräsenz, sondern auch gleich für eine Neustrukturierung der Inhalte, ändern sich auch einige Dinge im Hintergrund, die einen hohen Einfluss und unter Umständen katastrophale Auswirkungen auf die Sichtbarkeit, Besucherzahlen und am Ende auf Ihren Umsatz haben können.

Wir stellen Ihnen heute die 10 gravierendsten Fehler eines Webseiten-Relaunch vor und zeigen, worauf Sie achten sollten:

1. Fehlendes/unpassendes Konzept

Grundlage eines Redesigns ist ein schlüssiges Konzept. Erarbeiten Sie es mit den verantwortlichen Projektmitgliedern zusammen, z. B, Ihrer Marketingagentur. Die eigentliche Arbeit an dem Relaunch basiert auf dem Konzept, ist dies jedoch schon unvollständig, fehlerhaft oder gar nicht vorhanden, wird der Relaunch fehlschlagen.

2. Keine Ziele und Zielgruppen festgelegt

Ohne zu wissen, wo die Reise hingehen soll, kann man nicht feststellen, ob und wann man angekommen ist. Legen Sie daher eindeutige und vor allem realisierbare Ziele fest. Dazu zählen zum Beispiel:

  • höhere Besucherzahlen und dadurch mehr Anfragen nach Ihrem Produkt
  • mobile Version der Homepage (siehe dazu Punkt 3)
  • modernes Design und durchdachte Menüführung
  • SEO – Suchmaschinenoptimierung für ein besseres Google-Ranking

3. Neustart ohne aktuelle Besucherstatistiken

Sammeln Sie über einen längeren Zeitraum Statistiken über die Besucher Ihrer (alten) Webseite. Komfortable Werkzeuge wie Google Analytics, piwik oder andere Tracking-Tools sammeln Informationen über die Anzahl der Besucher, ihre Bewegungen auf der Webseite und von welchem Gerät sie auf die Webseite zugreifen (Desktop-PC, Smartphone, Tablet etc.). So können Sie bequem feststellen, auf welche Bereiche Sie besonders Wert legen sollten.

4. Falsche Zeitplanung

Ein Relaunch braucht Zeit. Planen Sie genügend Zeit für Besprechungen, Tests und Änderungen ein. Setzen Sie sich Prioritäten Ihrer Ziele und wichtigen Funktionen, die Sie vorher im Konzept festgelegt haben. Oft passiert es, dass man zuviel Zeit für die optische Präsentation investiert und wichtige Grundfunktionen dann unter Zeitdruck entstehen sollen.

Nach dem Relaunch ist die Webseite aber noch lange nicht fertig, sie wird nicht einmal erstellt und ist perfekt. Um bei Google & Co. weiterhin gut zu ranken, müssen Inhalte angepasst oder neue Funktionen implementiert werden. Auch die rechtlichen Hintergründe ändern sich stetig, bleiben Sie auf dem Laufenden und passen Sie eventuell Ihre Rechtstexte an (siehe Punkt 9).

5. Design und Zugänglichkeit nicht auf Zielgruppe abgestimmt

Das neue Design Ihrer Webseite sollte auf Ihre Zielgruppe abgestimmt sein. Eine Webseite für Senioren braucht eher größere Schaltflächen, farbliche Kontraste und einen größeren Schriftgrad als z. B. eine Seite für junge Auszubildende. Daneben sollten Sie Web-Standards nicht verändern. Ihr Logo sollte oben rechts platziert und mit Ihrer Startseite verlinkt sein, das Impressum und mögliche weitere Rechtstexte müssen leicht zu erreichen sein. Lassen Sie sich nicht nur von Ihrem persönlichen Geschmack leiten, sondern achten Sie auf die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe.

6. fehlende Kommunikation

Alle Projektbeteiligten sollten immer auf dem aktuellsten Stand sein. Daher ist Kommunikation untereinander sehr wichtig. Telefonieren Sie regelmäßig und planen Sie nach erreichten Zwischenzielen eine direkte Besprechung ein, denn selbst am Telefon entstehen Missverständnisse. Sorgen Sie dafür, dass alle Beteiligten die gleiche Sprache sprechen, gerade wenn es um die Verwendung von Fachbegriffen wie Slider, Pagebanner/Keyvisual oder Widgets geht.

Häufig scheitern Projekte wegen mangelnder Kommunikation oder Missverständnissen und fehlender persönlicher Interaktion.

7. falsche Absprachen und unterschiedliche Funktionsbegriffe

Ist die grundlegende Kommunikation gestört, entstehen daraus schnell Probleme bei der Beschreibung und dem Verständis der besonderen Anforderungen Ihrer Webseite. Eine „Webseite mit Produktkatalog“ bedeutet für Sie ein Online-Shop, für die Marketingagentur aber vielleicht nur Inhaltsseiten mit Ihrem Produktportfolio. Gerade am Anfang der Projektplanung werden Kundenwünsche oft nur verbal geäußert und nicht direkt schriftlich festgehalten.

Erstellen Sie ein Lastenheft mit Ihren gewünschten Anforderungen und besprechen Sie es mit Ihrer Agentur. Diese wird dann ein Pflichtenheft mit den anfallenden Aufgaben, Funktionen und Zielen der neuen Webseite erstellen und mit Ihnen abgleichen. Dabei können auch direkt Fachbegriffe vor Projektstart definiert werden, um späteren Missverständnissen vorzubeugen.

8. Weiterleitung und Änderung von veralteten URLs

Im Zuge des Relaunch ändern sich schnell die Seitenstrukturen oder sogar das ganze CMS (Content Management System). Die bisher bei Google gespeicherten Links sind dann nicht mehr gültig und die neuen Seiten werden gar nicht erfasst. Um den Übergang reibungslos zu gestalten, sollte Ihre Agentur die alte Webseite scannen und die alten Seitenlinks mittels einer sog. 301-Weiterleitung auf die neuen Inhalte führen. Nach einiger Zeit wird Google dann die neuen Seiten „gecrawlt“, also erfasst haben. Wenn Sie auf Partnerseiten Backlinks, also Links von deren Seiten auf Ihre eigene, gesetzt haben, müssen auch diese angepasst werden.

9. Rechtstexte

Jede Webseite muss ein rechtssicheres Impressum enthalten, das von jeder Unterseite direkt erreichbar sein muss. Doch das alleine reicht nicht. Eine eigene Seite mit einer Datenschutzerklärung ist mittlerweile ebenfalls verpflichtend. Bieten Sie Produkte an, die der Seitenbesucher per Telefon oder E-Mail bestellen kann, wird Ihre Webseite sogar zu einem Online-Shop, auch ohne richtiges Shopsystem. Dann benötigen Sie weitere Rechtstexte wie Zahlung und Versand, AGB, Kundeninformationen und Widerrufsbelehrung. Es gibt viele Webseiten mit Rechtstext-Generatoren, die Ihnen die Arbeit vereinfachen.

Achtung: Achten Sie bei der Verwendung von Google Analytics darauf, dass Sie die IP-Adressen Ihrer Besucher anonymisieren. Ihre Marketingagentur oder Ihr Anwalt wird Ihnen in rechtlichen Fragen auch gerne behilflich sein.

10. „Nach mir die Sintflut“ – keine Bewegung auf der neuen Seite

Eine Webseite lebt von Veränderung. Schaffen Sie neue Inhalte, schreiben Sie Newsartikel oder tauschen Sie Bilder aus. Ihre Besucher müssen bei jedem Aufrufen etwas Neues sehen, sonst entsteht Langeweile und sie kommen nicht wieder. Dabei müssen Sie sich nicht einmal selbst darum kümmern. smetrix bietet seinen Kunden Serviceverträge inkl. redaktioneller Arbeit an. Sie schicken uns einfach die Inhalte, und wir verarbeiten diese für Sie.

Sie planen, in naher Zukunft Ihre Webseite zu modernisieren und mit einem frischen Design zu versehen? Wir stehen Ihnen gerne als kompetenter Partner bei Ihrem Projekt bei und unterstützen Sie bei Ihrem Relaunch.