Tipps für die „perfekte“ Social-Media-Kampagne
26 Apr 2016

Tipps für die „perfekte“ Social-Media-Kampagne

Es gibt keinen universellen Master-Plan, wenn es um die ideale Social-Media-Kampagne geht. Ähnlich wie bei Landing-Page-Techniken ist die Vorgehensweise so verschieden wie die Zielgruppen. Mit unseren Tipps erleichtern Sie sich aber garantiert den Start Ihrer Kampagne und vermeiden vielleicht grobe Fehler.

1. Nutzen Sie Social Media Retargeting

Retargeting in einer bezahlten Social-Media-Kampagne ist ein mächtiges Marketinginstrument und erhöht die Conversion Rate enorm. Kunden, die sich bereits für Ihr Unternehmen oder Ihre Produkte interessieren, werden durch ein Remarketing für Produkte oder Services mit großer Wahrscheinlichkeit wieder darauf zugreifen und auch positiv darüber reden.

2. Kommerzielle Vorhaben mit In-Market-Segmenten voranbringen

In-Market-Segmente enthalten wertvolle Daten (z. B. Käufe von Kunden und den Kaufort), die zusammen mit exakt bestimmten Keywords genau die Zielgruppen erreichen, die wirklich an den Produkten interessiert sind. Social-Media-Plattformen wie Facebook oder Instagram bieten in den Anzeigeformaten direkt solche Daten (Interessen, Social Triggers, Online-Verhalten). Optimieren kann man diese Zielgruppenfilterung durch klassische demografische Merkmale wie Alter, Einkommen, Familienstand und viele mehr.

3. Regelmäßig die Performance der Kampagne analysieren

Im militärischen Bereich gibt es Waffen, die nach dem „Shoot’n’Forget“-Prinzip funktionieren. Einmal abgeschossen, fliegen Sie immer geradeaus, der Schütze muss sich nicht weiter darum kümmern. Genau so sollte Ihre Social-Media-Kampagne nicht ablaufen. Steht die Kampagne und wurde gestartet, sollten Sie wie eine „Cruise Missile“ regelmäßig die Flugbahn und das Ziel kontrollieren, um eventuell den Kurs zu korrigieren.

Was meinen wir damit? In den sozialen Medien verändern sich Trends so schnell, dass eine gerade noch brandaktuelle Kampagne nach ein paar Tagen bereits veraltet ist und am Interesse der Zielgruppe vorbeigeht. Idealerweise legen Sie mehrere unterschiedliche Kampagnen an (aber mit der gleichen Kernbotschaft) und wechseln zwischen Ihnen. Dadurch wirken Anzeigen immer frisch und wecken größeres Interesse – die Conversion Rate steigt. Zur Analyse stehen Ihnen entweder die Statistiken der Social-Media-Plattformen zur Verfügung, oder externe Werkzeuge wie Hootsuite, Buffer, Klout und Google Analytics.

4. Targeting richtig einstellen

Je besser man seine Zielgruppe kennt, desto effektiver kann eine Kampagne ausgerichtet sein. Facebook, Twitter und andere Plattformen bieten nahezu endlose Optionen, seine Zielgruppe zu definieren. Jedoch besteht die Gefahr, dass eine zu genau spezifizierte Zielgruppe das Kampagnenziel und die Performance beeinträchtigen, ein zu allgemeines Targeting wiederum kann die Abschlussraten verringern. Den richtigen Mittelweg zu finden ist die ideale Lösung.

5. Social Targeting aufteilen

Um eine Kombination aus breitem Targeting und exakter Zielgruppenerfassung zu erreichen, empfiehlt sich das sogenannte granulare Layering. Neben allgemeinen demografischen Daten und Targeting-Optionen wie Alter, Einkommen und Bildungsniveau fügt granulares Layering mehr Daten hinzu. Die Filterung kann aus dem Einkaufsverhalten, Lebensereignissen, besuchten Orten, Hobbys, Interessen und vieles mehr bestehen. Kombiniert man diese Filter für unterschiedliche Anzeigen der Kampagne, kann man hohe Conversion Rates erzielen.

6. Targeting zur Kostenreduzierung anpassen

Mit einer einzigen, groß angelegten Kampagne jede Teilzielgruppe zu erreichen, ist ziemlich unwahrscheinlich und sprengt schnell das vorhandene Budget. Die Streuung ist viel zu groß und der erwartete ROI (Return on Investment = Rendite einer unternehmerischen Tätigkeit, gemessen am Gewinn im Verhältnis zum eingesetzten Kapital) wird nicht erreicht.

Wird das in Punkt 5 angesprochene Layering und die in Punkt 3 beschriebene Analyse genutzt, lässt sich eine Kampagne im Laufe der Zeit immer zielgerichteter einstellen. Die Performance der Kampagne zeigt, in welchen Bereichen des Targeting eine höhere Conversion erzielt wird. Dadurch können separate Kampagnen auf bestimmte Targeting-Optionen ausgerichtet werden – die Kosten der Kampagnen sinken bei gleichzeitiger erhöhter Conversion, also steigt der ROI.

7. Anzeigenmotiv der Social-Media-Kampagne

Die Performance einer Social-Media-Kampagne hängt unter anderem vom Relevance-Score (Facebook) und den Quality-Adjusted-Bids (Twitter) ab, ähnlich dem Quality-Score einer Google AdWords-Kampagne. Unsere Empfehlung ist die Verwendung des überzeugendsten Anzeigenmotivs der Pay-Per-Click-Kampagne, dieses Motiv kann hohen Einfluss auf diesen Score haben und erzeugt somit eine bessere Sichtbarkeit und höhere Klickraten. Zudem spart man Zeit, neue Anzeigenmotive zu erstellen und hilft dabei, eine konsistente Marketing-Botschaft über alle Kanäle zu behalten.

8. Twitter zum Testen von Content-Ideen nutzen

Twitter bietet die relativ unbekannte Möglichkeit, Trending Topics zu suchen. Man kann relativ einfach sehen, worüber die User gerade sprechen. Genau das lässt sich für die eigene Social-Media-Kampagne nutzen. Dafür veröffentlicht man unterschiedlichen Content, um zu sehen, wie die Nutzer darauf reagieren, ob das Thema überhaupt interessant ist und man die Zielgruppe erreichen würde. Interessen und Themengebiete lassen sich so eingrenzen und die eigenen Anzeigen gezielter schalten, um bessere Ergebnisse zu erreichen.

9. Business- & Kampagnenzielsetzung sollten übereinstimmen

Natürlich ist das primäre Ziel einer Social-Media-Kampagne eine hohe Conversion. Dabei verlieren Marketer allerdings oft die eigentliche Kernzielsetzung ihres Business aus dem Blick oder teilen sie in verschiedene kleinere Unterziele. Dadurch entsteht ein aufgeblähter, unstrukturierter Account, der schwer zu optimieren ist und die Kampagnen-Performance negativ beeinflusst.

Die Business-Zielsetzungen sollten immer vorrangig beachtet werden. Nutzen Sie diese auch als roten Faden für die Kampagnen-Zielsetzung, bleibt Ihre Social-Media-Kampagne organisiert, die Ergebnisse werden besser und Ihre Social-Media-Botschaft wird konsistent in allen Kanälen übereinstimmend verbreitet.

10. Hashtags für Social-Web-Communities

Hashtags helfen Usern nicht nur beim Finden Ihres Contents. Ganze Social-Web-Communities lassen sich so aufbauen, und nebenbei generieren die Nutzer jede Menge Content, der wiederum für weitere Kampagnen und Anzeigen genutzt werden kann. Besonders durch emotionale Bilder und kleine, persönliche Geschichten erhöht sich die Conversion Rate ungemein, und es fällt Nutzern leichter, sich mit Ihrer Marke oder Ihrem Produkt zu identifizieren.

11. Geschlossene visuelle Gestaltung

Die visuelle Gestaltung Ihrer Kampagne sollte genau wie die darin enthaltene Marketing-Botschaft ein geschlossenes, plattformübergreifendes Erlebnis für den Nutzer darstellen. Finden die Nutzer auf Facebook Anzeige A und auf Twitter Nachricht B, werden sie verwirrt und Ihre Marke/Ihr Produkt nicht weiter beachten. Zusätzlich sollte die visuelle Gestaltung der Kampagne zur Landing-Page passen, auf die die User geführt werden.

12. Lebensereignisse der User nutzen

In den veröffentlichten Lebensereignissen Ihrer Zielgruppenpersonen steckt ein großes Potential für zeitlich relevante Kampagnen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Benutzer nach einer Verlobung einen Catering-Service braucht oder ein junger Erwachsener nach bestandener Führerscheinprüfung ein eigenes Auto kaufen möchte, ist wesentlich höher. Sie konvertieren also, weil es ihr Lebensereignis verlangt. Hier spielen die Targeting-Optionen wieder eine wichtige Rolle, die sich passend zu dem Lebensereignis zeitlich begrenzen lassen.

13. Schwache Landing-Pages verbessern

Für die Lead-Generierung nutzen Unternehmen einen vorher festgelegten „Flow“. Damit ist der Weg vom ersten Kontakt des Nutzers mit einer Anzeige bis zum Ziel, zum Beispiel der Kauf eines Produktes im Webshop, gemeint. Der Punkt der Social-Media-Werbung, an dem die meisten Leads verloren gehen und die Nutzer ihre „Customer Journey“ abbrechen, ist die Landing-Page.

Das Risiko eines Absprungs können Sie minimieren: die einfache Methode wäre, die Landing-Page zu löschen. Eleganter ist es, wenn Sie mehrere Varianten einer Landing-Page erstellen und testen, welche eine höhere Akzeptanz und somit eine Bindung des Nutzers erzeugt. Ein weiteres probates Mittel ist die Nutzung von einem „Call-to-Action“, also den Nutzer direkt auffordern, etwas zu tun („Rufen Sie an“ oder „Kontaktieren Sie uns“).

14. Ausstiegsabsichten nutzen

Wenn Sie ungern direkten Kontakt als Weg einer Konvertierung durch Ihre Social-Media-Werbung wünschen, müssen Sie die Qualität Ihrer Landing-Page durch noch überzeugendere Botschaften erhöhen oder die Abspringer per Retargeting ansprechen. Ansprechendes Design, ein gut durchdachter Marketing-Text – schnell entstehen beim Benutzer Zweifel an der Absprungs-Entscheidung und die Conversion Rate steigt mitunter dramatisch.